Am 12. August traf sich das Team „Turning Points“ des Volkskundemuseum mit Kolleg*innen von der Wirtschafts- und Sozialgeschichte (Universität Wien), dem Institut für Geschichte des ländlichen Raumes (St. Pölten) und dem Institut für Ethnologie der CAS (Brno) zusammen, um über einen gemeinsamen Aufruf zur Sammlung lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen aus der österreichisch-slowakischen bzw. tschechischen Grenzregionen mit dem Arbeitstitel „Auf der anderen Seite. Lebensgeschichten einer Grenze im Wandel” nachzudenken.
Der Aufruf soll bewusst etwas über den (kürzeren) Untersuchungszeitraum von „Turning Points” hinausgehen: Die Zeitspanne soll schon ab etwa 1970 beginnen, um auch Erfahrungen mit der zunehmend befestigten Grenze, Familien- und Nachbarschaftsgeschichten vor 1989 sowie längerfristige Veränderungen und Zusammenhänge sichtbar zu machen. Der zentrale Fokus liegt auf Texten, die die biografisch erlebte Wendepunkte oder individuelle Erinnerungen mit persönlichen Objekten, die mit gesellschaftlichen Umbrüchen einhergehen, verbinden. Das Ergebnis der Aktion, die im Herbst 2026 beginnt und bis zum Frühjahr 2027 dauert, wird eine Sammlung schriftlicher Quellen sein, die einen Vergleich der Situation auf beiden Seiten der Grenze in drei Ländern ermöglichen.


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