Autor: Redaktion

  • Einladung zum Webinar

    Einladung zum Webinar

    Am 9. September finden zwei kurze Infowebinare statt, um den Aufruf „Werde zum:zur Forscher:in!“ des EU-finanzierten Projekts „Turning Points“ vorzustellen. Es werden offene Fragen besprochen und Informationen zum Projekt und zum Aufruf gegeben. Lehrpersonal, Schüler:innen, (Groß-)Eltern und Interessierte sind herzlich eingeladen, unverbindlich teilzunehmen.

    Slot 1: 9. September um 14:00 Uhr 
    Slot 2: 9. September um 15:00 Uhr  

    Im Rahmen des Aufrufs, der von 24.7.–31.12.2026 läuft, können Jugendliche ab 14 Jahren aller Schultypen selbst forschen: Sie interviewen (Groß-)Eltern oder andere wichtige Menschen zu deren Erlebnissen und persönlichen Wendepunkte der letzten 40 Jahre. Dazu brauchen sie nur ihr Handy zum Aufnehmen, Neugier und Lust auf Gespräche.

    Wir freuen uns über Ihr Interesse und stehen für Rückfragen gerne zur Verfügung.

    Link zum Webinar (Slot 1 und Slot 2): https://us02web.zoom.us/j/9358897235?pwd=JET9TFBak4nJKiMEwrMDJMVz4b2eXx.1&omn=82627320787

  • Einblicke in den Luftschutzbunker

    Einblicke in den Luftschutzbunker

    Im Rahmen des Projekts soll der Luftschutzbunker im Schönbornpark zu einem vielseitig nutzbaren öffentlichen Raum adaptiert werden. Als Teil der Vorbereitungen für die Umgestaltung dieses historisch aufgeladenen Gebäudes öffneten wir am 6. und 11. August die Türen für interessierte Besucher*innen.

    An interaktiven Stationen konnten Teilnehmende Vorschläge für die zukünftige öffentliche Nutzung geschrieben, gesprochen oder gezeichnet einbringen. Sie teilten Gedanken zum historischen Kontext des Bunkers und ihre Sinneseindrücke in diesem ungewöhnlichen Raum. Die Ideen zur zukünftigen Nutzung reichten von einem Gedenkort über Tischtennis und eine Indoor-Spielhalle bis hin zu einem konsumfreien Ort zum Abkühlen und Aufwärmen. Auch aktuelle Themen wie die Klimakrise, die Notwendigkeit der Erinnerung an autoritäre Regime sowie digitaler Detox wurden angesprochen. Die vielen Ideen zeigen, wie unterschiedlich ein solcher Ort gedacht und genutzt werden kann und welche vielfältigen Bedürfnisse damit verbunden sind. Im Herbst 2026 beginnt mit dem Umbau des Bunkers der nächste Schritt.

  • Zusammenarbeit zur Sammlung von Lebensgeschichten

    Zusammenarbeit zur Sammlung von Lebensgeschichten

    Am 12. August traf sich das Team „Turning Points“ des Volkskundemuseum mit Kolleg*innen von der Wirtschafts- und Sozialgeschichte (Universität Wien), dem Institut für Geschichte des ländlichen Raumes (St. Pölten) und dem Institut für Ethnologie der CAS (Brno) zusammen, um über einen gemeinsamen Aufruf zur Sammlung lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen aus der österreichisch-slowakischen bzw. tschechischen Grenzregionen mit dem Arbeitstitel „Auf der anderen Seite. Lebensgeschichten einer Grenze im Wandel” nachzudenken.

    Der Aufruf soll bewusst etwas über den (kürzeren) Untersuchungszeitraum von „Turning Points” hinausgehen: Die Zeitspanne soll schon ab etwa 1970 beginnen, um auch Erfahrungen mit der zunehmend befestigten Grenze, Familien- und Nachbarschaftsgeschichten vor 1989 sowie längerfristige Veränderungen und Zusammenhänge sichtbar zu machen. Der zentrale Fokus liegt auf Texten, die die biografisch erlebte Wendepunkte oder individuelle Erinnerungen mit persönlichen Objekten, die mit gesellschaftlichen Umbrüchen einhergehen, verbinden. Das Ergebnis der Aktion, die im Herbst 2026 beginnt und bis zum Frühjahr 2027 dauert, wird eine Sammlung schriftlicher Quellen sein, die einen Vergleich der Situation auf beiden Seiten der Grenze in drei Ländern ermöglichen.

  • Einblicke in den Luftschutzbunker

    Einblicke in den Luftschutzbunker

    Wir öffnen noch einmal die Türen des Luftschutzbunkers im Schönbornpark, bevor im Herbst 2026 der Umbau beginnt. Neugierige können das Innere des oft übersehenen, historisch aufgeladenen Gebäudes besichtigen, sich über seine Geschichte informieren und eigene Ideen für die zukünftige Nutzung einbringen. Sowohl im Inneren des Bunkers als auch draußen gibt es interaktive Stationen, um Eindrücke, Wünsche, Anregungen zu notieren und sich mit gesellschaftlichen Veränderungen auseinanderzusetzen.

    Im Rahmen des EU-Projekts „Turnings Points – Museums for a Democratic Future“, über das auch die bauliche Adaptierung finanziert wird, interessieren wir uns für die Perspektive der Nutzer:innen des umliegenden Parks, interessierter Besucher:innen sowie der Anwohner:innen.


    Tage des offenen Bunkers:
    Do, 6.8.2026, 12-19 Uhr
    Di, 11.8.2026, 10-13 und 14-18 Uhr

    Eintritt frei 

    Der Besuch des Bunkers findet nur in Begleitung von Museumsmitarbeiter:innen statt. 

    Der Baubeginn ist für den Herbst 2026 geplant und die Wiedereröffnung als vielfältig nutzbarer, zusätzlicher Ausstellungs- und Veranstaltungsraum des Volkskundemuseums im Laufe des Jahres 2027. 

    Kofinanziert vom EU-Programm Interreg Slowakei-Österreich: www.sk-at.eu

    Fotos: Kollektiv Fischker | Kramar

    #Interreg #InterregSKAT #EU #EuropeanCommission #cofinancedbyEU #participation #democracy #turningpoints #history

  • Unser Team ist vollständig!

    Unser Team ist vollständig!

    Wir freuen uns, dass unser Team auf der Wiener Seite jetzt vollständig ist! Ľubica Voľanská leitet das Projekt und ist für Forschung zuständig, Thomas Trabitsch für den Bereich Vermittlung und Kommunikation. Seit Anfang Juli gibt es zwei neue Mitarbeiterinnen: Lydia Knöbl dokumentiert das Projekt und Daria Sander ist für die Durchführung der Vermittlungsformate verantwortlich.

    Gemeinsam mit der Summer School – Museumscamp Europäische Ethnologie haben wir bereits den Luftschutzbunker im Schönbornpark besichtigt, der im Rahmen von Turning Points zu einem vielfältig nutzbaren Public Space umgestaltet wird. Außerdem waren wir Teil einer Baustellenführung des Gartenpalais Schönborn, Haupthaus des Volkskundemuseum Wien. In Bratislava haben wir unsere Projektkolleg:innen vom Múzeum Mesta Bratislavy besucht und die Planung unserer Vermittlungsformate besprochen.

  • Die ersten Monate des Projekts

    Das Projekt „Turning Points“ des Volkskundemuseum Wien und Múzeum Mesta Bratislavy hat die ersten sechs Monate seines Bestehens hinter sich, die von Recherchen, Archivarbeit und der Planung unterschiedlichster Aktivitäten geprägt waren. Vor allem aber unterhalten wir uns sehr viel mit spannenden Menschen, die sich für das Projekt interessieren und inspirierende Perspektiven einbringen. Es wurden Kooperationen mit der Österreichischen Mediathek im Bereich MenschenLeben und der Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien vereinbart.

    Wir interessieren uns in diesem Kontext für bereits vorhandene biografische Texte oder Interviews, die in verschiedenen Institutionen aufbewahrt werden, und Wendepunkte im Leben von Menschen dokumentieren. Besonders faszinierend ist es für uns, Zusammenhänge zwischen persönlichen oder individuellen Wendepunkten und gesellschaftlichen oder historischen Veränderungen zu entdecken. Gleichzeitig erforschen wir, was zu diesen Veränderungen geführt hat und wie diese Ereignisse das weitere Leben beeinflusst haben.

    Da wir uns im Rahmen eines partizipativen Ansatzes bei der Gestaltung der Projektinhalte dazu entschlossen haben, die Entscheidung darüber, was als gesellschaftlicher oder historischer Wendepunkt angesehen werden kann, unseren Forschungspartner:innen zu überlassen, organisieren wir Treffen mit Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft. Für die Gespräche sind wir den Senior:innen vom Klub+ Atelier im 8. Bezirk in Wien, unseren lieben „Schneebällen“, also die freiwilligen Mitarbeiter:innen vom Volkskundemuseum, aber auch dem Klub junger Senior:innen der Jüdischen Religionsgemeinde in Bratislava sehr dankbar.

    Da wir im Zuge von Turning Points zahlreiche Aktivitäten für Schulen und Jugendliche geplant haben, hatten die ersten Teilnehmer:innen bereits die Möglichkeit, unser Projekt kennenzulernen. Gleichzeitig haben sie uns geholfen, ihre Ansichten und ihre Wissen über die letzten 40 Jahre und die
    Grenze zwischen Österreich und der Slowakei besser zu verstehen und kennenzulernen. Weiters erarbeiten wir im Gespräch mit ihnen, wie der Bunker im Schönbornpark in Zukunft bespielt werden könnte, fragen sie nach ihren Vorstellungen und welche Aktivitäten sie dort gerne selbst durchführen würden.

    Im Rahmen des Projekts werden nämlich zwei sehr unterschiedliche Gebäude revitalisiert und künftig dauerhaft für kulturelle und demokratiebildende Zwecke gebraucht: In Wien wird der Luftschutzbunker im Schönbornpark zu einem vielfältig nutzbaren Public Space umgestaltet, in Bratislava entsteht in einem modifizierten Bürgerhaus eine neue zeitgeschichtliche Ausstellung. Wir haben den Dialog mit Bunkerexpert:innen gesucht, sind den gegenwärtige Nutzungen von ähnlichen, ehemaligen Kriegsbauten nachgegangen und sondieren gemeinsam mit dem Museumsteam, wofür sich dieser ungewöhnliche Raum eignet und nicht eignet.

    Über den Sommer planen wir an mehreren Terminen vor Ort zu sein, um noch einmal vor dem Umbau die Türen des Bunkers zu öffnen. Neugierige können sich das Innere des oft übersehenen, historisch aufgeladenen Gebäudes anschauen, sich über seine Geschichte informieren sowie eigenen Ideen für die zukünftige Verwendung einbringen. Der Baubeginn zur Adaptierung ist für Herbst 2026 geplant.

    Stay tuned!